Steigerwald Panoramaweg Etappe 9: von Eltmann nach Bamberg

 

Die neunte und letzte Etappe des Steigerwald Panoramaweges verläuft von der Ruine Wallburg in Eltmann nach Bamberg (Michelsberg). Ich bin die Tour in umgekehrter Richtung gelaufen. Die Highlights der 24 km langen Streckenwanderung sind die Ausblicke auf Bamberg und  von der Wallburg. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen.

Bamberg ist eine fränkische Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und Standort des Landratsamtes Bamberg. Die kreisfreie Stadt ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum Oberfrankens. Bamberg ist auch der Sitz des gleichnamigen Erzbistums und dessen Kirchenprovinz. Die Altstadt ist einer der größten weitgehend unversehrt erhaltenen historischen Stadtkerne in Deutschland und seit 1993 offiziell als UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe anerkannt. Bekannte Bauwerke sind das Alte Rathaus, „Klein-Venedig“ sowie der Domplatz inkl. Alter Hofhaltung, Neuer Residenz und der viertürmige Bamberger Dom, einer der früheren Kaiserdome. Darüber hinaus ist Bamberg überregional bekannt für seine vielfältige Biertradition ebenso wie für die traditionellen Gärtnereibetriebe mit großen Anbauflächen inmitten der Stadt.

Dippach liegt ca. 5 km südöstlich des Hauptortes am Rande des Steigerwalds. Östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 26, die dort unmittelbar an den Main grenzt. Durch seine günstige Lage ist Dippach Ausgangspunkt für die nahe gelegenen Naturparks Steigerwald und Haßberge.

Wo die alte Straße, die auf der Wasserscheide des Höhenzuges zwischen Main und Aurach hinführt, von der gleichfalls alten Wegverbindung Viereth-Kircheich durchschnitten wird, steht ein hoher steinerner Bildstock, „daran ein großen Meßin Crucifix“. Die Säule schied damals die fürstbischöfliche würzburgischen Zenten oder Gerichtsbezirke Eltmann und Hoheneich voneiander und wurde als besonderes Wahrzeichen bereits in einem Aktenstück v.J. 1540 und dann später wieder in den Franzosenkriegen 1796 und 1800 genannt. Damals mag es auch gewesen sein, daß nach der Sage ein französischer Soldat beim Vorbeimarsch das glänzende Kruzifix herabriß und mitnahm, weil er glaubte, es sei aus Gold. Später, als er schwer erkrankte und wegen großer Schmerzen den Tod herbeisehnte, konnte er nicht sterben, bis er das geraubte Kruzifix wieder an Ort und Stelle hatte bringen lassen. – „Der messinge Herrgott“ – eigentlich wollen die Leute sagen: Das messingene Herrgottbild – an der Nordseite des Bildstockes ist aber jetzt nicht mehr gelb, sondern schwarz, im übrigen klein und unansehnlich.

Die Kleinstadt Eltmann liegt in der Region Main-Rhön zwischen dem Nordrand des Steigerwalds und dem Main am kleinen Maindreieck. Bei Eltmann durchbricht der Main das Schwäbisch-Fränkische Schichtstufenland mit den Haßbergen im Norden und dem Steigerwald im Süden. Beide Mittelgebirge bilden die gleichnamigen Naturparks. Im Westen der Stadt liegt die Nasswiese am Lochbach, das einzige intakte Moor-Gebiet im nördlichen Steigerwald. Eltmann besitzt eine landschaftlich reizvolle Umgebung.

Die Wallburg ist eine Ruine einer Spornburg auf einem ca. 312 m ü. NN hohen Ausläufer des Steigerwaldes südlich von Eltmann im Landkreis Haßberge in Unterfranken. Von der ehemaligen Amtsburg des Hochstiftes Würzburg haben sich Geländespuren und der Bergfried erhalten. Der Turm kann bestiegen werden und ermöglicht eine Rundumsicht auf das Maintal, die Haßberge und den Steigerwald. Die volkstümliche Bezeichnung „Krautstücht“ ist von der runden Form des Turmes abgeleitet, die an ein hölzernes Krautfass erinnert. Der Bergfried hatte ursprünglich keinen ebenerdigen Eingang. Auch ein „Stücht“ zum Einlegen von Kraut hat unten ähnlich wie ein Eimer keine Auslauföffnung.

Wegstrecke:

Eltmann – Wallburg – Eschenbach – Hühnerbergweg – Naturschutzgebiet – Dippach am Main – Greusenhof – Roßstadt – „Messinger Herrgott“ – Höhenweg – Pumpwerk – Tütschengereuth – Weipelsdorf – Rothof – Michelsberger Wald – Kunigundenweg – Kindleinseiche – Bamberg